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Hinweise für Lehrgangsleiter und Teilnehmer
von Eckart Moltrecht, DJ4UF

  Wenn Sie schon Funkamateur sind: 
  Führen Sie einmal mit ein paar Freunden einen Lehrgang durch.
  Es macht Freude! 

Versuchen Sie die Lehrgangszeit möglichst kurz zu halten. Planen Sie nicht mehr als sechs Monate ein. Dies setzt allerdings voraus, dass die Teilnehmer selbst gewillt sind, etwas mitzuarbeiten und jede Lektion schon vorher einmal durcharbeiten. Dann brauchen nur die schwierigen Prüfungsfragen besprochen zu werden. Vielleicht können Sie auf diese Weise in zirka zwanzig Unterrichtseinheiten die theoretische Vorbereitung beenden und die Teilnehmer zur Prüfung anmelden. Sie finden dazu einen Lehrplanvorschlag weiter unten.

Führen Sie möglichst in Zusammenarbeit mit der BNetzA eine gemeinsame Prüfung am Ort durch, wenn Sie genügend Teilnehmer haben. Dann wird sich kein Teilnehmer ausschließen. Oder planen Sie eine gemeinsame Prüfung mit einem Nachbar-OV oder vielleicht auf der Messe HAM-Radio jeden Juni in Friedrichshafen.

Nach der Prüfung sollten Sie einen zweiten Teil Ihres Lehrgangs anschließen, den Sie vielleicht "Praxis Amateurfunk" nennen. Bringen Sie Ihre Funkstation mit und bauen Sie mit den Teilnehmern eine einfache Antenne auf. Zeigen Sie, welche Geräte man benötigt, wie man die Geräte zusammenschaltet, wie man ein QSO durchführt. Dann sollen die "Newcomer" ihre Geräte mitbringen und helfen Sie Ihnen bei der Inbetriebnahme. Vielleicht können Sie die Neuen auch bei der Anschaffung der Funkausstattung beraten oder Geräte aus Ihrem bestand ausleihen..

Achtung Ausbilder: Sie finden das neue Buch als Online-Lehrgang hier auf der Homepage. Die Zeichnungen und die Formeln (Berechnungen) wurden stark vergrößert, so das man die HTML-Seiten direkt für den Beamer verwenden könnte.

 Lehrplan-Vorschlag für Klasse E

 

Technik

Betriebstechnik

Gesetzeskunde

1

Vorwort:
Was ist Amateurfunk?

Lektion 7: Der Funkverkehr, evtl. Vorführung

Lektion 10: Etwas zu den Radio Regulations RR

2

Lektion 8:
Die Wellenausbreitung

Lektion 1: Internationales Buchstabieralphabet

 

3

Lektion 2: Spannung, Strom
Lektion 1: Bei Bedarf

Lektion 2:
Der Q-Schlüssel

Fortsetzung Lektion 10:
RR – Artikel 25 u.a.

4

Lektion 3: Ohmsches Gesetz, Leistung, Arbeit

Lektion 3: Rufzeichen
Landeskenner Europa

 

5

Lektion 4:
Der Widerstand

weiter Lektion 3: Außer-europäische Landeskenner

Lektion 11: T/R 61
HAREC

6

Lektion 5:
Kondensator

Lektion 4: Betriebliche Abkürzungen

 

7

Lektion 6:
Spule, Transformator

Lektion 5: IARU-Bandpläne

Lektion 12:
Amateurfunkgesetz

8

Lektion 7:
Schwingkreis, Filter

Aus Lektion 6:
IARU-Bakensystem

 

9

Lektion 9: Elektromagnetisches Feld

Lektion 6: Abwicklung
Funkverkehr auf KW

Aus Lektion 13:
AFuV und DV-AFuG

10

Lektion 10: Dezibel, Dämpfung, Kabel

Lektion 7: VHF-/UHF-Funkverkehr (DX)

 

11

Lektion 11:
Antennentechnik

 

Aus Lektion 13: Besondere Amateurfunkstellen

12

Experimente mit Antennen, Zwischentest

Aus Lektion 7:
Relaisfunkverkehr

 

13

Lektion 12:
Halbleiter, Diode

 

Aus Lektion 13:
Frequenznutzungsplan

14

Lektion 13:
Transistor, Verstärker

Aus Lektion 8:
Packet Radio

 

15

Lektion 14: Modulation und Demodulation

 

Lektion 14:
TKG

16

Lektion 15: Sender- und Empfängertechnik

Lektion 8: Andere Digitale Betriebsarten

 

17

Lektion 16:
Betriebsarten

 

Lektion 15:
EMV, EMVU

18

Vorführung von Amateurfunk in versch. Betriebsarten

Lektion 9: RST-System, QSL-Karte, Logbuch

 

19

Lektion 17: Messtechnik
Praxis: SWR-Messung

 

Lektion 16: Gesetz über Funkanlagen

20

Lektion 18:
EMV und Sicherheit

Aus Lektion 9: Bedienung des Transceivers

 

21

Reserve
Fragen zur Prüfung

 

Lektion 17:
AFu damals und heute

22

1. Prüfungstest
Alle drei Teile in Echtzeit!

 

 

23

Besprechung und gemeinsame Anmeldung, 2.Test

 

 

24

Besprechung 2.Test
Amateurfunkpraxis

 

 

 

Hinweise für Lehrgangsteilnehmer

Sie haben Interesse am Amateurfunk und möchten zunächst das Amateurfunkzeugnis der Klasse E erwerben? Dann arbeiten Sie Lektion für Lektion dieses Lehrgangs durch. Lassen Sie nicht nach und bleiben Sie dran, auch wenn es Ihnen eventuell nach der Hälfte des Lehrgangs schwer fällt, allein zu Hause zu arbeiten. Leichter ist es, wenn man sich einem Lehrgang des Deutschen Amateur-Radio-Clubs (DARC) anschließen kann oder wenigstens in einer Gemeinschaft mit mehreren Teilnehmern lernt. Dann trifft man sich einmal in der Woche, um die anderen zu fragen, ob sie das eine oder andere verstanden haben oder um sich gegenseitig Landeskenner abzufragen und so weiter.

Wenn Sie schon vor der Prüfung mit einem OM (old man = schon länger lizenzierter Funkamateur) Kontakt aufnehmen, kann dieser Ihnen vielleicht noch ein paar Tipps geben, spätestens, wenn Sie sich ein Funkgerät bauen oder kaufen wollen. Vom DARC können Sie die Adresse des Vorsitzenden des örtlichen Ortsverbandes erfahren, entweder über Internet www.darc.de oder per Brief an DARC, Lindenallee 4, 34225 Baunatal.

Schauen Sie gelegentlich auch auf diese Lehrgangs-Homepage www.dj4uf.de, auf der es eine Menge Zusatzinformationen nicht nur zu diesem Lehrgang sondern zum Amateurfunk im Allgemeinen gibt.

Vielleicht gehen Sie auch nach obigem Lehrplan vor. Wichtig ist auf jeden Fall, wenn Sie einmal angefangen haben, "am ball" zu bleiben und möglichst jeden zweiten Tag etwas am Lehrgang zu tun. Bei längeren Pausen vergisst man zu schnell wieder und man verliert dann die Lust.

Eckart K. W. Moltrecht, DJ4UF, September 2006