Zurück zur Übersicht  Amateurfunklehrgang Klasse E                    von Eckart K.W. Moltrecht, DJ4UF
 

  LEKTION 17: Messtechnik

 

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Eckart Moltrecht, DJ4UF
Raafstr. 36, 52076 Aachen

Hinweis: Derzeit basiert dieser Onlinelehrgang auf den Prüfungsfragen aus dem Lehrgang der Klasse 3 und Vorschlägen des Ausbildungs- und Jugendreferates (AJW) des DARC für einen Entwurf des Fragenkatalogs der Klasse E nach den Regeln der "Novice Licence". Die BNetzA wird den Entwurf des Fragenkatalogs erst im dritten Quartal 2006 (August, September) veröffentlichen. Erst dann werden die hier verwendeten Prüfungsfragen entsprechend ausgetauscht. Aber Sie können schon beginnen, nach diesem Lehrgang zu lernen. Die neuen Fragen werden sicher ähnlich (oder gleich) sein. Der eigentliche Lehrgangsinhalt ändert sich dabei aber kaum mehr.

 

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Übersicht

Nicht nur beim Selbstbau von Funkgeräten oder Zubehör, auch beim normalen Funkbetrieb spielt die Messtechnik eine Rolle, nämlich dann, wenn die Leistung des Senders oder die Anpassung an die Antenne ermittelt werden soll.

In der Messtechnik unterscheidet man Messen und Prüfen. Prüfen ist das Feststellen der Funktionsfähigkeit einer Anlage mit Hilfe von Geräten. Man kann zum Beispiel mit einer Lampe prüfen, ob Spannung an den Klemmen eines Akkumulators vorhanden ist. Erst mit einem Spannungsmessgerät kann man die Höhe der Spannung auch messen. Zunächst geht es um Grundlagen zur Messtechnik.Zurück zur Übersicht

 


Analog anzeigende Messgeräte

Die meisten analog anzeigenden Messgeräte funktionieren nach dem elektrodynamischen Prinzip. Dabei erzeugt die zu messende elektrische Größe zwischen dem feststehenden Messwerkteil und dem beweglichen Organ (Bild 17-1) ein mechanisches Drehmoment. Meistens erzeugt der Strom in einer Drehspule, welche in einem konstanten Magnetfeld angeordnet ist, eine entsprechende Kraftwirkung. Der Zeigerausschlag ist proportional zu dem durch die Messwerkspule fließenden Strom.

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-1: Drehspulmesswerk

 

Prüfungsfrage TJ101
Das Prinzip eines Drehspulmessgeräts beruht auf
A  der Wechselwirkung der Kräfte zwischen einem magnetischen und einem elektrischen Feld.
B  der Wechselwirkung der Kräfte zwischen einem permanent magnetischen und einem elektromagnetischen Feld.
C  der Wechselwirkung der Kräfte zwischen zwei permanent magnetischen Feldern.
D  dem erdmagnetischen Feld.

Lösung: Siehe Anhang 1!

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-2: Skala eines analogen Vielfachspannungsmessers

Frage: Wie groß ist die Spannung, die der Spannungsmesser in dem Bild 17-2 anzeigt?

Diese Frage ist allein mit der Zeigerstellung nicht zu beantworten. Bei einem Vielfachmessgerät muss der eingeschaltete Bereich (Endausschlag) bekannt sein. Deshalb wird die Frage erweitert.

Prüfungsfrage TJ205
Welche Spannung wird bei dem Messinstrument Bild 17-2 angezeigt, wenn dessen Messbereich auf 10 V eingestellt ist?
A  2,93 V
B  29,3 V
C  8,8 V
D  88 V

Lösung: Die obere Skala gilt. Ich lese 29,3 Skalenteile von 100 ab. Dann ist die derzeitige Spannung 29,3/100 mal 10 Volt, also 2,93 V.

Bei Zeigerinstrumenten treten Ablesefehler auf, wenn man anstatt genau von oben, schräg von der Seite auf die Skala schaut, wie man dies im Bild 17-3 erkennt. Man nennt dies Parallaxenfehler.

Foto: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-3: Parallaxenfehler

 

 

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Digital anzeigende Messgeräte

Foto: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-4: Digitalanzeige

Ein Vorteil digital anzeigender Messgeräte ist, dass Ablesefehler weitgehend vermieden werden. Aber die Messgenauigkeit von billigen Digitalmultimetern ist oft geringer als die von guten analog anzeigenden Messgeräten. Bei digitalen Spannungsmessern ist neben der Genauigkeitsklasse noch die Messunsicherheit der letzten Ziffer der digitalen Anzeige mit ±1 Stelle zu berücksichtigen.

Allerdings benötigen digital anzeigende Geräte immer eine Batterie, während es analoge Messgeräte gibt, die rein passiv arbeiten und keine Stromquelle benötigen. Einen weiteren Nachteil haben digital anzeigende Messgeräte. Man kann nicht so leicht den Verlauf einer Spannung oder eines Stroms beobachten, wenn man beispielsweise einen Akku lädt. Man muss sich bei einem Digitalmessgerät immer einen Zahlenwert merken und rechnen, was sich inzwischen geändert hat. Bei der analogen Anzeige kann man die geringfügigen Bewegungen des Zeigers direkt verfolgen.

Digitale Messgeräte werden meistens als so genannte Multimeter ausgeführt. Sie dienen außer der Spannungs- und Strommessung auch der Messung von Widerständen, Dioden und häufig auch noch Kapazitäten, Induktivitäten, Leistungen oder Frequenzen (siehe Bild 17-5 nächste Seite).

Foto: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-5: Messbereiche eines Multimeters

Mit dem in Bild 17-5 dargestellten Multimeter kann man folgende Größen messen.

• Gleichspannung (DCV)
• Wechselspannung (ACV)
• Wechselstrom (ACA)
• Gleichstrom (DCA)
• Kapazitäten (Cx)
• Widerstände (Ω)
• Stromverstärkung Transistor (hFE)
• Durchgangsprüfer mit Signalton

Digital anzeigende Multimeter sind im Umgang ziemlich robust. Es ist nicht schlimm, wenn man einen Messbereich überschreitet. Diese Geräte haben meistens mehrere eingebaute Schutzfunktionen. Nur der hohe Strombereich ist häufig ungeschützt. Deshalb gibt es dafür meistens eine eigene Buchse (Bild 17-6).

Die Messschnüre steckt man folgendermaßen in die Buchsen. Das schwarze Messkabel kommt immer in den Anschluss COM (common = gemeinsam).

Foto: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-6: Eingangsbuchsen des Multimeters

 

Zur Messung einer Spannung oder eines Widerstandes kommt das rote Kabel in die Buchse V/Ω. Zur „normalen“ Strommessung kommt die rote Messschnur in die Buchse mA (Milliampere). Nur, wenn man größere Ströme im Amperebereich messen will, kommt das rote Kabel in die Buchse 20 A. An dieser Buchse steht dran, dass man die maximal 20 A aber auch nur kurzzeitig (maximal 15 Sekunden lang) messen darf. Wahrscheinlich wird sonst der Messgerätewiderstand (Shunt) zu warm. Außerdem steht „unfused“ dabei, was ungesichert (keine Sicherung) bedeutet. Durch einen zu hohen Strom über 20 A kann man also das Messgerät zerstören. Bei Strommessungen muss man immer vorsichtig sein.


Spannungs- und Strommessung

Messgeräte zur Spannungsmessung werden grundsätzlich zur zu messenden Spannung parallel geschaltet. Strommesser müssen in Reihe in den Stromkreis geschaltet werden. Häufig ist das Auftrennen des Stromkreises schwierig, um einen Strom messen zu können. Dann hilft man sich so, indem man an einem vorhandenen Widerstand die Spannung misst und den Strom berechnet. Dies nennt man indirekte Strommessung.

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-7: Spannungsmessung (A) und Strommessung (B)

Damit bei einer Spannungsmessung die Messung nicht verfälscht wird, sollte möglichst wenig Strom durch das Messgerät abfließen. Deshalb müssen Spannungsmesser möglichst hochohmig sein. Strommesser dagegen müssen niederohmig sein, damit an ihrem Innenwiderstand nicht zu viel Spannung verloren geht.

Prüfungsfrage TJ202
Wie werden elektrische Spannungsmesser an Messobjekte angeschlossen und welche Anforderungen muss das Messgerät erfüllen, damit der Messfehler möglichst gering bleibt?
A  Der Spannungsmesser ist in den Stromkreis einzuschleifen und sollte niederohmig sein.
B  Der Spannungsmesser ist parallel zum Messobjekt anzuschließen und sollte niederohmig sein.
C  Der Spannungsmesser ist in den Stromkreis einzuschleifen und sollte hochohmig sein.
D  Der Spannungsmesser ist parallel zum Messobjekt anzuschließen und sollte hochohmig sein.

Lösung: Der Spannungsmesser ist parallel zum Messobjekt anzuschließen und sollte hochohmig sein.

Prüfungsfrage TJ201
Welche der folgenden Schaltungen könnte dazu verwendet werden, den Wert eines Widerstandes anhand des Ohmschen Gesetzes zu ermitteln?

 

Lösung A ist richtig, denn nur hier ist der Spannungsmesser parallel und der Strommesser in Reihe zum Lastwiderstand geschaltet. Schaltung B erzeugt über den Strommesser einen Kurzschluss. Bei den Schaltungen C und D kann kein Laststrom fließen.

 

 

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Oszilloskop

Mit einem Oszilloskop werden Zeitverläufe von Spannungen sichtbar gemacht. Die Anzeige erfolgt entweder mit einer Elektronenstrahlröhre (auch KO Katodenstrahloszilloskop genannt) oder mit einem LC-Display.

Bild 17-8: Oszilloskop

Der Wert einer Spannung kann mit dem eingestellten Ablenkfaktor (Y-Amplitude) bestimmt werden. Als Ablenkfaktor wird der Spannungswert angegeben, der notwendig ist, um den Leuchtpunkt um eine Rastereinheit zu verschieben. Der Ablenkfaktor wird durch die Abschwächer beeinflusst und ist von außen einstellbar.

Beispiel a) Wie groß ist der Spitze-Spitze-Wert der angelegten Wechselspannung (Bild 17-8), wenn der Y-Ablenkfaktor auf 0,5 V/div (Volt pro Teilung) eingestellt ist?
b) Wie groß ist die Periodendauer der Schwingung, wenn für die X-Ablenkung eine Zeit von 20 µs/div eingestellt ist?

Lösung
a) Uss = 6 ∙ 0,5 V = 3 V
b) T = 10 ∙ 20 µs = 200 µs

Mit dem Oszilloskop können Gleich- und Wechselspannungen gemessen werden. Bei Wechselspannungen liest man den Spitze-Spitze-Wert ab, teilt durch zwei und erhält den Spitzenwert und berechnet daraus den Effektivwert (Siehe Lektion 3).

Prüfungsfrage TJ203 Die Zeitbasis eines Oszilloskops ist so eingestellt, dass ein Skalenteil 0,5 ms entspricht. Welche Frequenz hat die angelegte Spannung?

A  250 Hz
B  500 Hz
C  667 Hz
D  333 Hz

Lösung
Zeichen Sie eine Mittellinie ein! Insgesamt sind es 6 Teilungen vertikal, die Hälfte ist drei. Wenn Sie dort eine Mittellinie einzeichnen, können Sie als Periodendauer acht Skalenteile ablesen. 8 ∙ 0,5 ms = 4 ms und 4 ms ergeben 250 Hz.

Prüfungsfrage TJ107
Für welche Messungen verwendet man ein Oszilloskop? Ein Oszilloskop ver-wendet man, um
A  Signalverläufe sichtbar zu machen, um Verzerrungen zu erkennen.
B  Frequenzen genau zu messen.
C  den Temperaturverlauf bei Messungen sichtbar zu machen.
D  die Anpassung bei Antennen zu über-prüfen.

 

Prüfungsfrage TJ108
Welches dieser Geräte wird für die Anzeige von NF-Verzerrungen verwendet?
A  Ein Frequenzzähler
B  Ein Oszilloskop
C  Ein Transistorvoltmeter
D  Ein Vielfachmessgerät

Lösung: Siehe Anhang 1!

 

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PEP-Leistung

Messung der PEP-Leistung eines Senders

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-11: Messung der PEP-Leistung

Bei SSB-Sendern wird meistens die Spitzen-Hüllkurvenleistung angegeben. Das ist der Effektivwert der Leistung für den höchsten Punkt der Hüllkurve, bevor der Sender übersteuert. Zur Messung wird der Sender mit einem Zweitonsignal (das sind zwei gleich große Signale aus dem NF-Bereich) ausgesteuert und an einer 50-Ω-Dummy-Load die Spitzenspannung gemessen oder mit einem Oszilloskop angezeigt.

Beispiel
Bei einem SSB-Sender wurde bei Zweitonaussteuerung ein Spitze-Spitze-Wert der Hüllkurve von 226 V an einer 50--Last gemessen. Wie groß ist die PEP-Leistung?

Lösung: Es werden zunächst die Effektivwerte von Spannung und Strom berechnet.

Der Spitzenwert ist die Hälfte von 226 V.
û = Umax= 113 V
Davon der Effektivwert ist U = 0,707 · 113 V = 80 V.
Der HF-Strom durch die Dummy Load ist

Die Leistung (immer Effektivwert) beträgt

Prüfungsfrage TG304
Die Spitzenleistung (PEP) ist definiert als die
Durchschnittsleistung einer SSB-Übertragung.
Leistung bei der Spitze der Hüllkurve.
Spitzen-Spitzen-Leistung bei den höchsten Spitzen der Modulationshüllkurve.
Mindestleistung bei der Modulationsspitze.

 

 

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Messung des SWR

Ein SWR-Meter besteht im Prinzip aus einem Richtkoppler (siehe Aufbaulehrgang Klasse A Lektionen 16 und 19) mit einer Anzeige für die vorlaufende und die rücklaufende Welle. Die Anzeige kann ein umschaltbares analoges Messinstrument sein, oder es sind zwei Instrumente (eines für Uv und eines für Ur), oder es gibt Geräte mit einem Kreuzzeigerinstrument. Um die Funktionsweise ein wenig zu verstehen, folgt eine Rechenaufgabe.

Aufgabe 16-2
Berechnen Sie das Stehwellenverhältnis, wenn für die vorlaufende Welle ein Wert von 100 (µA) und für die rücklaufende Welle folgende Werte gemessen wurden.
a) 10, b) 20, c) 33,3, d) 50, e) 66
Lösungen: a) 1,22, b) 1,5, c) 2, d) 3, e) 4,9

Trägt man Werte für das SWR in eine Skala eines Messgerätes ein, hat man die Anzeige für ein Stehwellenmessgerät (Bild 17-9).

Ableseübung
Wie groß ist das SWR, wenn der Zeigerausschlag bei a) 10, b) 20, c) 33, d) 50 e) 66 (µA) steht?

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-9: Skala eines Stehwellenmessgerätes

Prüfungsfrage TH401
Eine Antenne hat ein Stehwellenverhältnis (VSWR) von 3. Wie viel Prozent der Sendeleistung wird von der Antenne abgestrahlt, wenn sonst keine Verluste auftreten?
A  25 %
B  29 %
C  50 %
D  75 %

Lösung: Sie sehen in Bild 17-9, dass bei einem SWR=3 zirka 50% der Spannung als Reflexion angezeigt wird. Dies bedeutet auch 50% des Stroms und dies wiederum 25% der Leistung. Siehe auch untere Skala Pref in diesem Bild. Wenn 25% reflektiert werden, werden 75% abgestrahlt.

Das Stehwellenmessgerät wird an der Stelle einer Antennenanlage eingeschleift, wo das SWR bestimmt werden soll. Soll die Antenne selbst überprüft werden, setzt man das SWR-Meter zwischen Antennenkabel und Antenneneingang (Bild 17-10 SWR2). Möchte man überprüfen, wie gut der Sender an die gesamte Antennenanlage mit Kabeln und Stecker angepasst ist, schleift man das SWR-Meter an der Stelle SWR1 ein.
Prüfungsfrage TJ206 An welcher Stelle einer Antennenanlage muss ein SWR-Meter eingeschleift werden, um Aussagen über die Antenne selbst machen zu können?
Lösung: Das SWR-Meter muss zwischen Antennenkabel und Antenne eingeschleift werden (SWR2 in Bild 17-10).

Zeichnung: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Bild 17-10: SWR1 und SWR2 sind die Stellen, an denen das SWR gemessen werden soll.

 

Prüfungsfrage TH402
Bei welchem SWR ist eine Antenne am besten an die Leitung angepasst? Sie ist am besten angepasst bei einem SWR von
A  1.
B  0.
C  3.
D  unendlich.

Prüfungsfrage TJ209
Wie misst man das Stehwellenverhältnis? Man misst es
A  mit einem Absorptionswellenmesser oder einem Dipmeter.
B  durch Strommessung am Anfang und am Ende der Speiseleitung.
C  durch Spannungsmessung am Anfang und am Ende der Speiseleitung.
D  mit einer SWR-Messbrücke.

Prüfungsfrage TJ211
An welchem Punkt sollte das Stehwellenmessgerät eingeschleift werden, um zu prüfen, ob der Sender gut an die Antennenanlage angepasst ist?

A  Punkt 1
B  Punkt 2
C  Punkt 3
D  Punkt 4
 

Lösungen: Siehe Anhang 1!

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Dummy Load

Zur Hochfrequenzmesstechnik gehören nicht nur Messgeräte, sondern auch das Zubehör. Das wichtigste Zubehör ist der 50-Ohm-Widerstand, den man auch künstliche Antenne oder Dummy Load (wird englisch ausgesprochen: dammi lohd) nennt. Wenn Messungen am Sender oder am Zuleitungskabel nötig sind, muss man ja nicht eine Frequenz dafür belegen. Deshalb schließt man diesen Widerstand an die Antennenbuchse und „verheizt“ die Hochfrequenz, indem sie im Widerstand in Wärme umgewandelt wird.
Eine solche Dummy Load kann man selbst bauen. Allerdings muss man darauf achten, dass der Widerstand die Senderleistung auch verträgt. Wegen der Induktivität ist ein Drahtwiderstand dafür ungeeignet.

Foto: Eckart Moltrecht

Bild 17-12: Eine Dummy Load kleiner Leistung

Eine Bauanleitung finden Sie hier auf der Lehrgangshomepage.

Foto: Eckart Moltrecht, DJ4UF

Prüfungsfrage TC109
Welche Bauart von Widerstand ist am besten für eine künstliche Antenne (Dummy Load) geeignet?
A  Metalloxidwiderstand
B  Kohleschichtwiderstand
C  Keramischer Drahtwiderstand
D  Frei gewickelter Drahtwiderstand aus Kupferdraht

Lösung: Siehe Anhang 1!Zurück zur Übersicht

 


Anhang

Anhang 1:       Lösung der Prüfungsfragen

Anhang 2:       Formelsammlung zur Prüfung zum Amateurfunklehrgang Klasse E

Anhang 3:       Diagramm Kabeldämpfung

Anhang 4:       Lehrplan/LernplanZurück zur Übersicht